Super-Tiefe-Erd-Wärme-Sonde (S-TEWS)

Bei der Geschlossenen Petro-Geoenergie (GPG) erfolgt der Wärmeentzug durch ein geschlossenes System, nach dem Prinzip der Erd-Wärme-Sonde (EWS). Dieses Prinzip hat sich in der Untiefen-Geothermie (Tiefe: < 400 m, Temperatur:  < 20°C) schon vieltausendfach bewährt.

Die EWS ist ein koaxiales Doppelrohr. Das äussere Rohr ist unten geschlossen. Im Annulus (Ringraum zwischen äusserem und innerem Rohr) fliesst das kalte Wasser nach unten und erwärmt sich dabei. In der dünneren, zentralen Steigleitung fliesst das erwärmte Wasser bis zur Bodenoberfläche empor und gibt dort Wärme ab. Danach wird das abgekühlte Wasser im geschlossenen Kreislauf wieder in die Tiefe geführt. Der Zyklus beginnt von vorn.

Für die „Tiefe Erd-Wärme-Sonde“ (TEWS) gilt:  Tiefe > 400 m,  Temperatur > 20°C.  Eine TEWS (2300 m, 70°C) ist seit 1994 in Weggis (CH) in Betrieb. Noch früher (1988) wurde in Prenzlau (D) eine noch tiefere TEWS (2800 m) erstellt.

Die „Super-TEWS“ (S-TEWS), wie von SwissGeoPower geplant, hat die folgenden Charakteristika: Tiefe 6000–9000 m, Temperatur 230–280°C. Eine 9 km S-TEWS, mit konstantem Aussendurchmesser von 50 cm, entzieht den untersten 3 km (6000–9000 m) eine Leistung von 1 MWel Bandenergie (Geowatt AG).

Drei entscheidende Vorteile der Geschlossenen Petro-Geoenergie (GPG) gegenüber der Offenen Petro-Geoenergie (OPG, resp. EGS, HDR) sind:

1. Kein Fracking und somit keine induzierte Seismizität (Erdbeben).

2. Keine Verstopfung durch Ausfällungen, dank geschlossenem System.

3. Kein Fündigkeitsrisiko von Formationen, geeignet für Fracking