Energiewende – eine Herausforderung

Die Energiewende bezweckt, in Zukunft nukleare Katastrophen ausschliessen zu können und die Gefahren einer Klimaveränderung abzuwenden – zugunsten künftiger Generationen. Die negativen Auswirkungen einer Klimaveränderung sind in verschiedensten Studien und Publikationen begründet, wie in den IPCC-Reports oder im Stern Report .

Im Gegensatz zum Weltenergieverbrauch hat sich das Wachstum des Gesamtenergieverbrauchs der Schweiz (Strom, Wärme und Mobilität) in den letzten 25 Jahren eindeutig abgeflacht. Dies lässt hoffen, dass die Energiewende zu schaffen ist – trotz der riesigen Herausforderung.

Mit dem gleichzeitigen Verzicht auf fossile und nukleare Energieträger müssen in der Schweiz für rund 75 Prozent des heutigen Energieverbrauchs neue Quellen gefunden werden. Nur gut 10 dieser 75 Prozent sind nuklear produzierter Strom – sind die „Stromlücke“, die aufgrund des Atomausstiegs entsteht. Diese soll gemäss dem bundesrätlichen Energiepaket 2050 (vom April 2012) durch erneuerbare Energien und weitere Massnahmen kompensiert werden. Weder die Kompensation der Stromlücke, noch die Energiewende sind politisch und gesellschaftlich gesichert.

Soll die Energiewende noch rechtzeitig gelingen, müssen alle Optionen der Energieproduktion durch erneuerbare Primärenergien gleichzeitig angegangen werden. Dieser Weg ist zwar kostspieliger als ein sequentielles Vorgehen, er rechtfertigt sich aber aufgrund der Dringlichkeit bezüglich Klimawandel (siehe IPCC-Reports). Welche Optionen optimalerweise umgesetzt werden, wird der Markt regeln. Einen Diskussionsbeitrag dazu leistet das „Weissbuch zur Energiewende„.