Energie – ein Grundbedürfnis

Menschen, Tiere und Pflanzen: Sie alle benötigen Energie, um leben zu können. Auch für die Wirtschaft ist Energie der Lebensnerv. Energie ist gemäss Maslow (Maslow-Pyramide) ein existentielles Grundbedürfnis.

Bis 1860 deckte die Menschheit ihren Energiebedarf mit Brennholz. Dann kamen zunehmend vor allem Kohle, aber auch Öl und Wasserkraft dazu. Nach 1960 explodierte der weltweite Energiekonsum. Noch heute wird dieser hauptsächlich durch Öl, Gas und Kohle gestillt – wobei der Kohleverbrauch am stärksten ansteigt. Wasser- und Kernkraft dagegen sind weltweit nur von untergeordneter Bedeutung.

Weltweiter Energieverbrauch 1860–2010

Weltweiter Energieverbrauch 1860–2010

Weltweit werden zur Energiegewinnung vorwiegend fossile Energieträger (Öl, Gas und Kohle) verbrannt. Die dabei emitierten Treibhausgase bedrohen das Weltklima und können die Welt aus ihrem fragilen Gleichgewicht (Homöostase) werfen. Fossile Energieträger sind nicht erneuerbar und somit endlich. Eher früher als später wird daher das Fördermaximum (Peak Oil) überschritten, was zu einer Verknappung führt und Verteilkämpfe auslösen kann. Um dem entgegenzuwirken, werden Öl, Gas und Kohle immer aufwendiger gefördert – meist ohne Rücksicht auf die Umwelt.

Der Kernenergie fehlt nach verschiedenen Reaktorunfällen – aber auch aufgrund der seit langem ungelösten Endlagerung – zunehmend die Akzeptanz, zumindest in der Schweiz.

Ausgelöst durch die Nuklearkatastrophe von Fukushima hat die Politik den Atomausstieg beschlossen. Gleichzeitig wird in der Gesellschaft die Forderung laut, aufgrund der Klimaproblematik alle fossilen Energieträger durch erneuerbare zu ersetzen. Um beide Forderungen umsetzen zu können, braucht es energiepolitisch eine fundamentale Änderung: die Energiewende.